Trödler am Trödeln

Bistro zum Trödler

von Paul · besucht am 02.04.2025

Persönliche Endnote 4,1 / 10
Essen 4,4 / 10
Ambiente 4,0 / 10
Service 3,5 / 10
Präsentation 4,0 / 10
Genre 5,0 / 10
Gerichte gebackener Schafskäse · Cheeseburger mit Nachos
Preis 35,00 €
Berechnete Bewertung 4,2 / 10

Ein Ort im Süden Bayerns, an dem es Guiness und Kil Kenny, solide Burger und sogar lustige Lore zum Inhaber gibt? Klingt skurill, gibts aber beim Bistro zum Trödler in Habach. Der Inhaber ist ein älterer Bayer mit wilden, weißen, langen Haaren, einem Schnauzer aus dem Buche und immer einem feisten Spruch auf den Lippen. Besagter Inhaber ist auch „Der Trödler“, dieser hat einen außerordentlich interessanten YouTube Kanal, auf dem es Videos mit Titeln wie: „Der Rattenfänger von Habach“ oder „Da Trödler grüßt euch aus dem Hobbit Land“. Doch neben seinem Influencerdasein ist der Trödler eben auch noch Gastronom und Barkeeper. Also kümmern wir uns mal um diese Lokalität: Das Interieur ist ausgestattet mit viel Holz, aber wenig Dekoration, und ist daher leider eher unterdurchschnittlich zu bewerten, man fühlt sich nicht sofort wie zuhause. Die Toilette ist an dieser Stelle auch negativ hervorzuheben, allerdings auf keinen Fall auf dem Niveau des Gasthaus Geigers in Humbach. Die Bedienung war leider, wie der Name schon sagt, trödelig, es dauerte Ewigkeiten bis wir bestellen konnten, aber auch bezahlen oder anderweitige Nachfragen gestalteten sich als schwierig. Der Grund dafür ist wohl, dass es für die Menge an Gästen einfach zu wenig Personal an unserem Besuchstag gab.
Als Essen gab es bei uns nur Burger, sowie eine Vorspeise von Ziegenkäse mit Oliven und Peperoni. Die Vorspeise war ein interessanter Anblick, der Feta lag in einem wässrigen Sud, war warm und umgeben von 2 Kalamataoliven sowie einer Peperoni. Geschmacklich war das kein Erlebnis, aber auch kein Verbrechen.
Die Buns waren nach Geschmack und Aussehen zu urteilen selbstgemacht, das Patty wohl auch von Hand gepresst, noch nach klassischer Art, kein Smash Burger. Geschmacklich war das Essen ganz in Ordnung, nur war der Burger leider schon grundsätzlich sehr trocken, auf Saucen wurde verzichtet. Die Desertifikation des Mundes wurde durch die Beilage von Nachos anstelle von Pommes oder ähnlichen Klassikern noch stärker vorangetrieben, sodass man doch Angst haben musste, dass man gleich Sand aushustet. Gepaart damit, dass der Service eben nicht kam, um sich noch ein Getränk nachzuordern, war das leider eine unschöne Erfahrung. Auch die Präsentation war keine Meisterleistung, zwar auf keinen Fall ein Desaster, aber eben auch nichts schönes. 

Zum Schluss allerdings noch eine postitive Bemerkung, die Bedienung brachte zum Ende des Abends noch Schnapserl aufs Haus, zusammen mit dem Guiness war die Getränkesituation bei unserem Besuch eine tolle Sache.

Für einen Preis von 35€ war der Besuch in Ordnung, ich würde allerdings, zumindest zum Burgertag, nicht nochmal hingehen.

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